Wohnungsbrand
Einsatz 2013-0076 | Veröffentlicht am
Feuer unterm eigenen Dach: Das hat die Kanderner Wehr in ihrer über 150-jährigen Geschichte noch nicht erlebt. Am Freitag über die Mittagszeit ist der Albtraum eines jeden Floriansjüngers Wirklichkeit geworden. Ein technischer Defekt an einem Fahrzeug gilt als wahrscheinlichste Ursache für den Brand im zentralen Kanderner Feuerwehrhaus, bei dem zwei Einsatzfahrzeuge total zerstört und eines erheblich beschädigt wurde. Auch Teile der Fahrzeugeinstellhalle und Ausrüstungsgegenstände wurden zerstört oder erheblich beschädigt Der Gesamtschaden wurde nach einer ersten Schätzung auf an die 800 000 Euro beziffert. Zwei Kameraden mussten mit Rauchvergiftungen ins Lörracher Kreiskrankenhaus gebracht werden. Die anderen Fahrzeuge konnten aus der Einstellhalle unbeschädigt geborgen werden: Wichtig sei vor allem gewesen, dass das Hilfslöschfahrzeug und das Fahrzeug mit der Drehleiter rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten, wie der stellvertretende Kreisfeuerwehrkommandant Werner Schmid bei der improvisierten Pressekonferenz unmittelbar nach dem schnell unter Kontrolle gebrachten Brand festhalten konnte. Die Kanderner Kameraden, allen voran ihr Gesamtkommandant Günter Lenke, waren geschockt vom Erlebten. Lenke musste sich, wie insgesamt neun der rund 60 am Einsatz beteiligten Feuerwehrkameraden einer stationären Inaugenscheinnahme durch die sieben Helfer des Roten Kreuzes unter der Leitung von Notarzt Frank Wiedemann und DRK-Einsatzleiter Stefan Itzin unterziehen. Der Brand war von Beamten im unmittelbar benachbarten Polizeiposten Markgräflerland gegen 12.40 Uhr gemeldet worden. Die ersten Feuerwehrleute standen vor ihrem total verrauchten Domizil und konnten sich erst durch Einschlagen einer Fensterscheibe im rückwärtigen Bereich des Gebäudes Zugang zum Gebäudeinneren verschaffen. Dabei mussten sie feststellen, dass ein Großteil ihrer persönlichen Ausrüstung bereits dem Feuer zum Opfer gefallen oder zumindest unbrauchbar verraucht war. Dennoch gelang es, das Tanklöschfahrzeug (Baujahr 1997) noch aus dem Gebäude zu bugsieren; es war allerdings total ausgebrannt. Nicht mehr aus dem Gebäude gebracht werden konnte das nach Angaben von Kommandant Günter Lenke "total neue" Einsatzleitfahrzeug, das in einer der Einstellhallen weitgehend ausbrannte. Nach draußen gebracht werden konnte das ebenfalls beschädigte Transportfahrzeug der Jugendfeuerwehr, das unlängst erst mit Spenden in fünfstelliger Höhe finanziert worden war. Gegen 13.10 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Allerdings präsentierte sich dann erst das wirkliche Ausmaß des Schadens. Vor allem auch Einsatzkleidung war zerstört worden. Den Schaden, der alleine hier entstanden ist, bezifferte Schmidt auf 50 000 Euro. Hier soll kurzfristig Ersatz beschafft werden bei Feuerwehren im Umkreis. Die verrusten und verrauchten Uniformern müssten zunächst in der speziellen Wäscherei der Lörracher Feuerwehr gereinigt werden, so Schmid. Quelle: Badische Zeitung Brandursache: Im Bereich zweier für die Zusatzstromversorgung des im Feuerwehrgerätehaus abgestellten Einsatzleitfahrzeuges installierter Gel-Batterien kam es zum Brandausbruch.
/PDF%20Dokumente/Presseberichte/2013/2013_07_05_Feuerwehr%20muss%20Feuerwehrhaus%20löschen.pdf
Einsatzdetails
Einsatzart
Brand
Einsatz Alarmierung bis Ende
05.07.2013 - 12:40 Uhr bis 17:30 Uhr
(4 Stunden und 50 Minuten )
Einsatzort
Kandern
Alarmierungsarten
Alarmierte Einheiten
Fahrzeuge